Zucker – Der süße Killer

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Ein Leben ohne Zucker? Bis vor einem Jahr war das für mich noch unvorstellbar. Zum Frühstück gab es Brötchen mit Nutella oder Marmelade. Dann einen leckeren Cappucino im Büro. Und fast jeden Nachmittag Kuchen. Am Abend gerne mal ein Stück Schokolade im Bett. Auf längeren Autofahrten begleiteten mich dann entweder Fruchtbonbons oder allerlei Gummi-Naschwerk. Lange und anstrengende Autofahrten gab es oft . Und um mich gerade Nachts wach und bei Laune zu halten, schüttete ich mir zusätzlich noch einen Energydrink in meinen Zuckererprobten Körper.  All das habe ich nicht als wirklich viel empfunden. Aber heute weiß ich, warum ich trotz regelmäßigem Ausdauersport, nicht wirklich abgenommen haben.  Ein kleiner aber sichtbarer Zuckerring kreiste um meine Hüften und wollte einfach nicht verschwinden.

Keine Marzipankartoffeln mehr zu Weihnachten ?

Letztes Jahr, im Sommer, saß ich bei einer Feier und genoß ein leckeres Stück Kuchen. Mir gegenüber saß der neue Gitarrist aus meiner Band. Wir kannten uns erst kurz und ich wunderte mich warum er keinen Kuchen aß. Wir unterhielten uns und er erklärte mir, dass er fast nie Lebensmittel mit Zucker isst. „Nicht mal zur Weihnachtsszeit?“ fragte ich ihn ungläubig. Das Höchste der Zuckergefühle sei mal ein Stück Spekulatius, sagte er mir.  So richtig glauben konnte ich es nicht. Wir beließen es aber dabei.

Bei unserem nächsten Treffen brachte er mir ein Buch mit :

► Dr.med.M.O.Bruker – Krank durch Fabrikzucker)
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Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet.  Es ist ja kein Geheimnis, dass zu viel Zucker einfach ungesund ist. Aber bis zu diesem Zeitpunkt habe ich mir keine Gedanken darüber wieviel versteckter Zucker in unseren Lebensmitteln enthalten ist.

Zucker im Vollkornbrötchen ?

Fangen wir doch gleich noch mal beim Frühstück an. Wusstest Du, dass in Deinem weißen Brötchen oder Toast Unmengen an Fabrikzucker enthalten sind? Und auch viele Sorten vom vermeintlich gesunden Vollkornbrot sind mit Zucker unterwandert. Gerade bei den dunklen Sorten sollten man mal einen zweiten Blick auf die Zutatenliste werfen. Ganz oft entsteht die dunkle Farbe des Brotes durch Zuckerkulör und Malzextrakt.

 Und nicht nur in Brot wird Fabrikzucker untergemischt.  Selbst mein veganer Wurstersatz, den ich damals gegessen habe, enthält Zucker. Und Vorsicht: Wenn auf der Verpackung „Zuckerfrei“ steht, heißt das nicht, dass nicht irgendein Ersatzstoff enthalten ist. Die Industrie arbeitet da mit allen erdenklichen Tricks.

Krebszellen ernähren sich von Zucker !

 Mittlerweile gibt es wissenschaftliche Studien, die belegen, dass sich Krebszellen von Zucker ernähren und dadurch wachsen. Und was bekommt man im Krankenhaus zum Frühstück? Brötchen, Toast, Marmelade und einen „gesunden“ Joghurt. Ein Festessen für Krebszellen.

Alle Produkte bestehen fast nur aus Zucker. Selbst bei der Scheibe Käse sollte man aufpassen.

Und zum Nachmittag natürlich ein schönes Stück Kuchen. Sehr gerne auch 2-3 Stück Würfelzucker in den Kaffee oder Tee. Die Gefahr lauert überall. Ist es nicht krank, dass so viele Mediziner immer noch die Augen vor offensichtlichen Tatsachen verschließen?  Ein Kranker sollte Obst und Gemüse in Hülle und Fülle bekommen und nicht tote Lebensmittel.

3 Wochen Zuckerentzug

Dr.Bruker empfiehlt in seinem Buch einen dreiwöchigen Zuckerentzug. Erlaubt ist nur natürlicher Zucker aus Obst und Gemüse. Absolutes Verbot gilt für jegliche Produkte denen extra Zucker zugefügt wurde.  Damit ich beim Einkaufen nicht in die Zuckerfalle tappe, habe ich mir eine Liste mit den verschiedensten Fabrikzuckerarten angelegt:

Hier mal ein Auszug aus der Liste:

Saccharose (Haushaltszucker), Glucose (Traubenzucker), Glucosesirup (Traubenzuckersirup), Invertzucker (künstlicher Trauben- und Fruchtzucker), Maltose (Malzzucker), Fructose (Fruchtzucker), Lactose (Milchzucker), Dextrine (Vorstufe vom Traubenzucker), Maltodextrine (Malz- und Traubenzucker), (Ahorn-)Sirup, Apfel-/Birnen- / Agavendicksaft, Apfelkraut, Basterdzucker, Brauner Zucker, Gelee, Gelierzucker, Gerstenmalz / Malzextrakt, Hagelzucker, Instantzucker, Invertzucker, Kandiszucker, Karamel, Kunsthonig, Maissirup, Malzsirup, Malzzucker, Melasse, Melasse, Puderzucker, Raffinade, Rapadura, Rübenkraut / Obstkraut, Rübenzucker, Stärkezucker, Stevia, Sucanat, Tafelsüße, Ur-Süße, Ur-Zucker, Vanillezucker, Vanillinzucker, Vollrohrzucker, Weißer Zucker, Zuckercouleur, Zuckerrohrsaft.

Alles eine Frage des Willens

 Die 3 Wochen ohne Zucker sind mir leichter gefallen als ich anfangs gedacht habe. In der Zeit habe ich meine Liebe zu den verschiedensten Obstsorten wiederentdeckt und mir leckere Smoothies gemacht. Tatsächlich ist es mir nicht sonderlich schwer gefallen auf den Kuchen, die Schokolade oder das Nutella-Brötchen am Morgen zu verzichten.

Alles eine Frage des Willens 😉 Ein bisschen Disziplin gehört natürlich schon dazu.

U.a. habe ich einen sehr leckeren Schoko-Banane-Brei entdeckt, der vollkommen ohne Zucker auskommt, aber trotzdem sehr süß schmeckt.  (► Bio Frühstücksbrei Schoko-Banane von Rapunzel : http://amzn.to/1TiY1Bg ◄)

Dazu noch ein paar Scheiben Banane und ich war locker bis mittags rundum satt.

Statt des Nachmittagskuchens gab es dann einen süßen Smoothie oder Melone satt.

Für den kleinen Hunger zwischendurch habe ich mir ein Handvoll Studentenfutter gegönnt. Das Abendessen war für mich nicht so das Problem, da ich mich schon seit einiger Zeit vegan ernährt habe und viele Rezepte bereits ohne Zusatz von Zucker auskommen.

Die eigentliche Herausforderung in der Entzugszeit war darauf zu achten, welche versteckten Zuckerarten in den Lebensmitteln enthalten sind. Dabei habe ich zum Beispiel festgestellt, dass es in vielen Supermärkten fast unmöglich ist,  zuckerfreies Brot oder Brötchen zu bekommen. Also man sollte für den Wocheneinkauf schon mehr Zeit als sonst einplanen.

Der Zuckerschock

 Nach den 3 Wochen Entzug habe ich mir ein leckeres Eis gegönnt. Bei dem Gedanken ist mir das Wasser schon im Mund zusammengelaufen. Machen wir uns nichts vor: 3 Wochen Entzug vertreiben nun mal nicht 40 Jahre exzessiven Zuckerkonsum aus Deinem Körper und vor Allem nicht aus Deinen Gedanken.

Der Geschmack vom Eis war wie Frühlingsanfang, Kindergeburtstag und Weihnachten an einem Tag. Ein Feuerwerk der Sinne.  Aber so sehr es mir meine Sinne gedankt haben, so hart hat mich mein Körper dafür bestraft. Als sich der Zucker in meinem Körper ausbreitete wurde mir leicht übel und mir wurde sehr warm. Den Rest des Tages habe ich mich sehr unwohl gefühlt. Natürlich war das Medizinisch gesehen kein Zuckerschock, aber mein Körper hat mir ganz klar gezeigt, was er von der unerwarteten Zuckerzufuhr hält. Nämlich gar nichts.

1 Jahr später

Mittlerweile ist über 1 Jahr vergangen und mein Zuckerkonsum beschränkt sich auf das Nötigste. Ja ich esse ab und zu noch ein Stück Kuchen, und zu einem Eis oder ein paar Stücken Schokolade sage ich auch nicht nein. Auch an meinen geliebten Marzipankartoffeln komme ich zur Weihnachtszeit nicht vorbei. Aber man kann sagen, dass ich kaum noch Lebensmittel zu mir nehme, in denen sich Zuckerzusätze befinden. In meinem Haushalt gibt es tatsächlich auch keinen Zucker, in welcher Form auch immer. Das stelle ich immer dann fest, wenn Besuch nach Zucker für Kaffee oder Tee fragt.

Insgesamt war dieser Zuckerentzug einer meiner besten Entscheidungen in Bezug auf Ernährung und Gesundheit. Zum Beispiel ist der kleine zuckersüße Hüftring innerhalb kürzester Zeit praktisch dahin geschmolzen. 2 Hosengrößen weniger sind ein super Erfolg. Ich fühle mich insgesamt wacher und fitter und das Verlangen nach Zucker ist praktisch verschwunden.

 Fazit: Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen einfach mal auszuprobieren. Man hat ja auch nichts zu verlieren 😉 Ach doch, im besten Fall ein paar Kilos weniger 🙂

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