10 Tipps für Meditations-Anfänger

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Vor ein paar Wochen wurde ich von einem Facebook-User mit der Aussage konfrontiert, dass er es unmöglich findet, dass der Begriff „Meditation“ so oft missbraucht wird. Auslöser war ein Posting mit dem Video meiner geführten Meditation für einen gesunden und erholsamen Schlaf auf YouTube: https://youtu.be/UIbHAslhWS4 . Diese 60-minütige Einschlafhilfe bezeichne ich dort als Meditation. Sein Einwand war, dass man im Schlaf nicht meditieren kann. Das ist natürlich absolut richtig.

Aber ! Wikipedia erklärt Meditation folgendermaßen:

„Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll sich der Geist beruhigen und sammeln…. Die angestrebten Bewusstseinszustände werden, je nach Tradition, unterschiedlich und oft mit Begriffen wie Stille, Leere, Panorama-Bewusstheit, Einssein, im Hier und Jetzt sein oder frei von Gedanken sein beschrieben.“

So gesehen handelt es sich bei der Schlafmeditation auch wirklich um eine Meditation. Denn durch meine Hilfe soll der Anwender erreichen seine Gedanken zu beruhigen, Ruhe zu finden und letztendlich den Zustand des Schlafes zu erreichen.

Für meine Begriffe gibt es beim Meditieren kein Richtig oder Falsch. Das Ziel einer Meditation sollte immer ein Bewusstseinszustand sein. Und sei es nur eine tiefe Entspannung.  Wie bei allem im Leben, sollte man sich einfach nur wohlfühlen.

Ich habe mal 10 Tipps für Meditationsanfänger zusammengetragen:

1. Für den Anfang solltest Du dir immer den selben Ort aussuchen. Das kann Deine Couch, ein Sessel oder ein Stuhl sein. Wenn Du nicht gerade das Ziel verfolgst einzuschlafen, würde ich Dir eine sitzende Position empfehlen.

2. Entspannen: Ein großes Problem, womit viele Meditations-Anfänger zu kämpfen haben. Alleine die Tatsache ca. 10 Minuten einfach nur ruhig zu sitzen, ist für viele ungewohnt und stellt alleine schon eine große Herausforderung dar.

Daher mein Tipp: Bevor Du dich in die sitzende Position begibst, hüpfe ein paar mal auf und ab und lockere Deinen Körper. Das regt zusätzlich den Atemfluss und die Sauerstoffzufuhr an. So läufst Du nicht Gefahr, während der Meditation zu sehr zu verkrampfen.

3. Sitzposition: Du musst Dich weder im Schneidersitz oder Lotussitz hinsetzen. Auch hier gilt wieder: Es gibt kein Richtig oder Falsch. Setze Dich so hin, wie es für Dich am Bequemsten ist. Allerdings solltest Du eine möglichst gerade und aufrechte Position einnehmen.

4. Um Dich an das Meditieren zu gewöhnen, solltest Du am Anfang nicht länger als 10 Minuten meditieren. Stelle Dir einen Wecker.

„Ruhe bitte“

5. Unbedingt Telefon, Smartphone etc. ausstellen bzw. auf lautlos stellen.So banal das auch klingen mag, aber manchmal vergisst man die einfachsten Dinge. Wenn Du nicht gerade alleine wohnst, dann sage Deinem Partner, dass Du ungestört sein möchtest. Ich habe das zur Sicherheit folgendermaßen gelöst 😉

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6. Wenn Du deinen Platz gefunden hast, dann konzentriere Dich einfach auf Deine Atmung. Noch besser, beobachte Deine Atmung ohne etwas verändern zu wollen. Versuche auch nicht Deine Gedanken abzustellen. Das funktioniert sowieso nicht. Das schaffen nur geübte Zen-Mönche. Und die haben das jahrelang geübt. Genauso wie Deinen Atem, kannst Du auch einfach Deine Gedanken beobachten.

7. Versuche Dir einen festen Zeitraum zum Meditieren in Deinem Tagesablauf einzuplanen.

8. Mach Dir schöne Musik an. Auf YouTube findest Du unter den Suchbegriffen „Meditationsmusik, „Spa“, „Entspannungsmusik“ etc. eine große Auswahl, die Dir hilft Dich zu entspannen.

„Nichts Denken geht nicht“

 9. Diese blöden Gedanken: Wie schon weiter oben erwähnt, ist es für uns „Normalsterbliche“ nicht möglich nichts zu denken. Und gerade wenn unser Körper zur Ruhe kommt, scheint das für den Kopf eine Aufforderung zu sein, die Gedankenmaschinerie erst recht auf Hochtouren laufen zu lassen. Ganz oft kommen dann auch negative Gedanken. Auch hier gilt: Einfach nur beobachten. Aber schenke ihnen keine Bedeutung. Stell Dir Deine Gedanken als Wolken vor, die an Dir vorbeiziehen. Sie kommen und gehen. Konzentriere Dich auf Deinen Atem. Beobachte dabei, wie sich Deine Bauchdecke langsam hebt und senkt.

10. Muss man die Augen schließen? Ein klares Nein. Für die meisten Menschen ist es einfacher zur Ruhe zu kommen und in sich zu gehen, wenn Sie die Augen schließen. Du kannst aber auch mit offenen Augen meditieren und zum Beispiel einen Punkt an der gegenüberliegend Wand fixieren. Eine sehr schöne Variante wäre auch eine Kerze anzuzünden und das Flackern der Kerze zu beobachten.  Das Flackern hat zusätzlich den Effekt, dass Du dein Gehirn in einen meditativen Zustand versetzen kannst. Ca 200 J. v. Christus hat Ptolemäus entdeckt, als er ein sich drehendes Rad zwischen die Sonne und einen Betrachter stellt, dass das Flackern des Sonnenlichts durch die Speichen sowohl ein Gefühl der Benommenheit und Euphorie erzeugt, als auch Muster und Farben vor dem Auge des Betrachters entstehen lässt.

11. Ich wünsche Dir schöne Meditations-Erfahrungen 🙂

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